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Bau eines Weinkellers - Ein edler Tropfen verdient einen edlen Keller



Ein guter Wein verdient einen guten Keller

Wer kennt es nicht. Der Duft und die Atmosphäre in einem alten Wein- oder Gewölbekeller ist eindrücklich und fesselnd. Ein Gemisch aus Kork, Erde, Staub, Stein- und Sandstein, Wein, teils schnäpselig riechend und eine gewisse nüchtelige Feuchtigkeit gepaart mit der historischen Geschichte des Raums sind betörend für die Sinne.


Als Immobilienexpertin hatte ich schon oftmals die Gelegenheit, ins "dunkle Geheimnis eines Hauses" blicken zu dürfen. Welch bereichernde Momente. Vor allem Männer präsentieren ihr "Männerzimmer" oftmals mit unglaublichem Enthusiasmus und Stolz, wobei ich nicht sagen möchte, dass Frauen nicht auch gerne einmal ein Glas Wein geniessen und zelebrieren.


Die Geschichte des Weines deckt einen Zeitraum über Jahrhunderte. Seit jeher wurde der Wein auf die selbe Weise gelagert und teilweise auch produziert. Diese Authentizität lohnt es sich zu bewahren. Dadurch sichert man eine Atmosphäre, die nicht nur dem Wein gut tut, sondern auch den puren Genuss ermöglicht.


Natürlich verfügt nicht jedes Haus über einen Gewölbekeller - doch der Traum von einem perfekten Weinlager lässt sich verwirklichen, wenn ein geeigneter Raum zur Verfügung steht. Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtverhältnisse beeinflussen direkt die Weinlagerung. Sollten Sie die Gelegenheit haben einen Altbau-Weinkeller zu bauen, sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:

Neben ausreichend Platz im eignen Haus erfordert der eigene Weinkeller eine spezifische Ausstattung. Dabei muss es aber nicht immer luxuriös sein.


Licht

Ein guter Weinkeller ist dunkel und benötigt kein bis sehr wenig Licht. Die Sonnenstrahlen sind der natürliche Feind des Weines. Licht fördert chemische Reaktionen im Wein und kann sich negativ auf Geschmack, Farbe und Aroma auswirken, daher ist ein Raum ohne Fenster die beste Voraussetzung für die Einrichtung eines Weinkellers.


Ruhiger Ort

Lan­ge ruhen­de Wei­ne müs­sen, um sich zu ent­wi­ckeln, wie schon erwähnt eben lange ruhen und erschüt­te­rungs­frei lie­gen. Der Wein­kel­ler soll­te des­halb auf einem soli­den Fun­da­ment errich­tet sein. Erschüt­te­run­gen und Vibrationen durch eine stark befahrene Strasse oder wie­der­hol­te Vibra­tio­nen von Waschmaschinen, Pumpen und Heizungssystemen in der Nähe scha­den dem Wein lang­fris­tig.


Temperatur

Der Wein liebt die Küh­le. Eine hohe Luft­feuch­tig­keit ist ihm sehr will­kom­men. Räu­me, in denen die Men­schen frös­teln oder ihnen Unbe­ha­gen berei­ten, sind für den Wein ide­al. Nur gibt es sol­che Räu­me höchs­tens auf alten Schlös­sern mit Gewöl­be­kel­lern.


Der private Weinkeller muss gut belüftet sein und dabei eine konstante Temperatur und Feuchtigkeit aufweisen. Die Temperatur im Weinkeller sollte zwischen 10 bis 15 Grad Celsius liegen. Temperaturschwankungen von mehr als vier Grad sind unbedingt zu vermeiden.


Die Korken auf Weinflaschen sind nicht luftdicht und lassen den Wein die Luft im Weinkeller „atmen“. Es ist daher wichtig, dass im Keller keine intensiven Gerüche vorhanden sind wie z.B. Obst, Gemüse, Heizöl oder gar Chemikalien. Bei zu tro­cke­ner Luft ver­duns­tet die Flüs­sig­keit rascher als bei gut durch­feuch­te­ter Luft.


Außerdem sollten keine Heizungsrohre durch den Weinkeller verlaufen. Heizungsrohre entziehen der Luft Feuchtigkeit und erhöhen das Risiko, dass die Korken austrocknen und schlimmstenfalls undicht werden.


Luftfeuchtigkeit

Doch nicht nur die Temperatur, auch die Luftfeuchtigkeit des Kellerraumes spielt eine entscheidende Rolle. 75 bis 85 Pro­zent Luft­feuch­tig­keit sind ide­al. Gemes­sen wird die Luft­feuch­tig­keit mit­ Hil­fe eines Hygro­me­ters.


Vorsicht: Die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch sein, sonst bildet sich Schimmel am Kork und auf den Etiketten der Weinflaschen. An den Wänden des Kellers ist der Schimmel auch kein gern gesehener Gast und kann bei einer Sanierung hohe Kosten verursachen.


Moderne Weinkeller

Moder­ne Wein­kel­ler kön­nen, wenn sie intel­li­gent gebaut wer­den, den Altbauweinkellern nahe kom­men. Es braucht eine vernünftige Isolation, damit keine Temperaturschwankungen von außen das Raumklima beeinflussen.


In den meisten modernen Kellerräumen bestehen die Wände aus Beton. Dies schafft allerdings keine optimalen Bedingungen für die Lagerung des flüssigen Trauben-Goldes. Daher kann man mit relativ wenig Aufwand einen Umbau vornehmen und den Keller mit vulkanischem Tuffstein isolieren, welcher Feuchtigkeit besonders gut konserviert.


Zusätzlich kann es sinnvoll sein, eine Klimaanlage zu installieren, um zu gewährleisten, dass sich der Keller in den Sommermonaten nicht zu stark erwärmt.


Der richtige Fussboden

Wenn man an einen Weinkeller denkt, denken die meisten Menschen an einen dunklen, isolierten Kellerraum mit schmutzigem Boden. Dies ist aber keines Wegs die moderne Art einen Weinkeller selber zu gestalten. Die besten Optionen für Weinkellerböden sind Hartholz, Fliesen, Vinyl, Stein oder Marmorböden, die Schimmel und Mehltau verhindern und die Fähigkeit haben, eine konstante Temperatur und angemessene Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten. Sollte mal eine Weinflasche zu Boden fallen, dann lässt sich das Dilemma schnell ohne weitere Spuren beseitigen.


Ein Vinyl-Laminatboden wird in modernen Weinkellern sehr gern verwendet, da er in vielfältigen Designs erhältlich ist, eine gute Luftzirkulation darunter ermöglicht und Schimmel hier definitiv keine Chance hat.


Wer lieber einen Natursteinboden möchte, kann den Boden mit Ziegeln belegen und danach mit einer dünnen Sandschicht bedecken. So kann auch die Luftfeuchtigkeit reguliert werden, in dem man den Boden ab und zu mit Wasser besprüht.


Alternative zum Weinkeller

Eine praktische Alternative zum Weinkeller ist der Weinklimaschrank. Dieser erlaubt im Gegensatz zum konventionellen Kühlschrank Temperaturen bis zu 18 Grad Celsius. Außerdem reguliert er automatisch die Luftfeuchtigkeit. Ein Weinklimaschrank eignet sich jedoch nur für wenige Weinflaschen, während man im Weinkeller eine ganze Weinsammlung unterbringen kann. Von der Ambiance ist da natürlich gar nicht erst zu sprechen.


3A-Immoplus ist gerne Ihr beratender Immobilienexperte wenn es um Ihr geliebtes Zuhause geht. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.


Daniela Weber und Anton Berger, Ihr 3A-Team

www.3a-immoplus.ch / 3A-Immoplus GmbH

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